Online-Kriminelle nutzen Angst vor Coronavirus aus

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ESET verzeichnet sprunghaften Anstieg von schädlichen E-Mails bis hin zu gefälschten Spendenaufrufen mit Bezug zur aktuellen Krisensituation

Der Coronavirus hat das öffentliche Leben nahezu lahmgelegt. Die Sorge bei der Bevölkerung ist groß. Diese Verunsicherung nutzen derzeit Cyberkriminelle aus und versuchen, als Trittbrettfahrer mit verschiedenen Kampagnen von der weltweiten Pandemie zu profitieren. Die ESET Forscher beobachten aktuell einen massiven Anstieg krimineller Aktivitäten im Corona-News-Umfeld. Sehr verbreitet sind Spam-Mails mit vermeintlichen Informationen zum Coronavirus von renommierten Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die eine schädliche PDF-Datei als Anhang beinhaltet. Auch die Verbreitung von Fake-News ist derzeit beliebt. Die ESET Forscher haben Kopien namhafter Nachrichtenportale entdeckt, die Fehlinformationen verbreiten. Darüber hinaus setzen die Betrüger vermeintliche Spendenaufrufe oder Angebote für Atemmasken in Umlauf, um Anwender auf Fake-Shops zu locken oder zu Zahlungen zu verleiten. Auf Welivesecurity berichtet ESET über aktuelle Fälle.

„Die aktuelle Verunsicherung in der Bevölkerung nutzen Cyberkriminelle schamlos aus. Wir beobachten derzeit einen sprunghaften Anstieg bei diesen Kampagnen“, erklärt Thomas Uhlemann, ESET Security Specialist. „Anwender müssen in diesen Tagen unbedingt einen kühlen Kopf bewahren. Ziel der Kriminellen ist es, Nutzer zu einer unüberlegten Handlung zu verleiten, sei es das Öffnen eines Anhangs, das Anklicken eines Links oder die Überweisung von Geld.“

Der Experte warnt eindringlich vor vermeintlichen E-Mails der WHO. „Die Weltgesundheitsorganisation schreibt keine Privatpersonen an. Empfänger sollten die Mails direkt löschen und auf keinen Fall auf Dateianhänge oder Links klicken.“

Phishing-Mails bieten vermeintliche Atemmasken an

Aktuelle beobachten die ESET Forscher eine Kampagne mit vermeintlichen Angeboten für Atemmasken. Hier haben es die Kriminellen gezielt auf deutschsprachige Internetnutzer abgesehen. In diesen Mails werden diese Masken als Schutz vor dem Coronavirus gepriesen. Dieses Versprechen sollen auch Statements „Zufriedener Kunden“ unterstützen, die in dieser Mail gezeigt werden. Zur Bestellung der Masken soll ein Formular ausgefüllt werden. Ziel der Kriminellen ist das Abgreifen persönlichen Daten, wie E-Mailadresse, Telefonnummer, Name oder Adresse.

Wo lauern noch Gefahren?

Fake-Shops: Die erhöhte Nachfrage nach Desinfektionsartikeln und Atemschutzmasken hat bei diesen Produkten europaweit zu Hamsterkäufen und leeren Regalen geführt. Mit Zuspitzung der Situation wird es hier parallel zu einer deutlichen Zunahme von Fake-Shops und Fake-Produkten kommen. „Etablierte Anbieter beliefern zuallererst Krankenhäuser, Pflegedienste und andere systemrelevante Institutionen. Von daher sollten sich Bürger zweimal überlegen bei unbekannten Anbietern leichtsinnig einzukaufen. Hier haben es die Täter ausschließlich auf den Geldbeutel der besorgten Menschen abgesehen“, so Uhlemann.

Mehr Informationen gibt es auf Welivesecurity:  https://www.welivesecurity.com/2020/03/13/beware-scams-exploiting-coronavirus-fears/